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Mein erster Blogeintrag

Autor: Paul | Datum: 06 September 2017, 11:05 | 1 Kommentare

In diesem Eintrag, möchte ich über meine Eindrücke und Erlebnisse der ersten Tage in Tansania berichten.

Am 26. August ging es los –Endlich.

Die lang ersehnte Reise, die so viel Vorbereitung, schwere Verabschiedungen und Aufregung gekostet hatte.

Die Anreise

Nach einer ausgiebigen und tollen Abschiedsparty und ein paar letzten schönen Tagen in Deutschland, flogen wir von Düsseldorf, über Abu Dhabi, nach Daressalam.

Dort angekommen, wurden wir von unserem Fahrer Christopher abgeholt. Er konnte nur sehr brüchiges Englisch und brachte uns mit 80km/h, vielem Hupen und einigem Herzrasen unserer seits in unser YMCA Hostel. Dort blieben wir 2 Nächte, bevor Miriam und ich uns auf den Weg nach Bukoba machten. Bereits in Daressalam wurde ich von den bunten Farben und lebendigen Märkten umgehauen.

Am Dienstag, unserem 3. Tag in Tansania, stiegen wir in eine kleine Maschine Richtung Bukoba. Das Flugzeug war komfortabler und größer als ich es erwartet hatte. Dennoch war es etwas beunruhigend (zumindest für jemanden wie mich, der zum ersten Mal einen tansanischen Inlandflug machte) zu sehen, wie unser Flugzeug die Landebahn von Bukoba anflog. Die Landebahn beginnt direkt am Wasser und endet nach nicht allzu langer Entfernung vor den Hügeln Bukobas. Dementsprechend musste unser Pilot die Landebahn tief und 2 Meter über dem Wasserspiegel anfliegen, sodass die Propeller das Wasser bereits aufmischten. Trotz all der Aufregung landeten wir sicher und ich konnte von Aaron, einem Mitarbeitern der ELCT abgeholt und zum Sitz der ELCT gebracht werden.

Der Erste Tag in Bukoba

An meinem ersten Tag kümmerte sich Sister Adventina, die Mitgründerin und Leiterin des Tumaini Children Center, um mich. Wir kauften Toast, Zucker und Kaffee, damit ich für den ersten Tag versorgt war. Allerdings war ich nicht sonderlich auf diese Verpflegung angewiesen, da mich mein Nachbar Marcel zum Abendessen einlud. Es gab Gurken, Toast, kühles Serengeti und zu meiner Verwunderung – Käse!? Schmackhafter Bukoba Cheese. Das ließ meine Hoffnungen für das kommende Jahr ein weiteres Mal wachsen. Marcel  ist Deutscher und bereits seit anderthalb Jahren mit einer Schweizer Orga hier.  Er hat sich auf dem Compound des Tumaini eingemietet. Der Compound besteht aus zwei großen Häusern, Marcels und meins, einer kleinen Hütte und einem großen Garten. Mein Haus liegt in Kashura, einem Stadtteil Bukobas, der ziemlich weit oben auf einem Hügel gelegen ist, sodass man eine wundervolle Sicht auf Bukoba und den Viktoriasee genießen kann.

Die erste Woche in Bukoba

Die nächsten Tage in Bukoba waren für mich sehr gefüllt. Auch wenn ich bis jetzt nicht mit dem Arbeiten in der Special Class oder im Tumaini Children Center begonnen habe, kann ich nicht behaupten, dass ich mich langweile. Nachdem Elia, mein erster guter Freund, Mentor und Mitarbeiter des Tumaini, mir die Special Class und das Tumaini Center gezeigt hatte, ging ich zum ersten Mal an den Strand, um Volleyball und Fußball zu spielen. Zur Erklärung: Bukoba liegt direkt am Viktoria See und hat entlang der Küste einen Sandstrand. Am Strand findet man mehrere Volleyball- und provisorische Fußballfelder, auf denen sich jeden Abend viele Leute zum Freizeitsport treffen. Ich konnte mich in der ersten Woche sehr mit dem Volleyball Team anfreunden. Ich gehe jeden Abend von halb 6 bis 7 (dann wird es dunkel) zum Volleyball Training. Davor gehe ich joggen und mache ein intensives Work Out mit einem anderen Freiwilligen und seinem Mentor.

Ich konnte bisher viele neue Leute kennen lernen. Vor allen Dingen meine, in Deutschland erlernten, Small Talk Kenntnisse – danke Ute und Dieter – helfen mir sehr mit neuen Leuten Kontakt aufzunehmen und sich hier ein zu finden.

Meine ersten Gäste

Nach meinen ersten zwei Tagen in Bukoba, bekam ich am Donnerstag meinen ersten Besuch. Eine Gruppe von fünf Deutschen, die von Uganda auf der Durchreise nach Malawi waren kamen bei mir für zwei Nächte unter. Sie hatten sich über Umwege eine Übernachtung in Bukoba organisiert und wir verbrachten eine lustige und interessante Zeit zusammen. Zwei von meinen Gästen waren nämlich ehemalige Freiwillige aus Uganda, die zum Abschluss noch einmal  Besuch von ihren Freunden bekommen hatten. Sie erzählten mir viel von ihren Erlebnissen und ermutigten mich, auch in schweren Zeiten durchzuhalten. Samstagmorgen ging es für sie dann weiter nach Mwanza.

Meine kommenden Tage

Morgen, Donnerstag,  geht es für Elia und mich auf eine Hochzeit in Mwanza. Ich bin sehr gespannt und freue mich riesig auf meine erste tansanische Hochzeit. Ich hoffe, dass ich in Mwanza richtigen Bohnenkaffe und Kaffeefilter kaufen kann. Hier in Bukoba bekommt man leider nur Instant Kaffee. Nach meiner Rückkehr aus Mwanza, werde ich mich mit ein paar anderen Freiwilligen zusammen tun und Milch von einem Bauern aus der Gegend kaufen. In Bukoba gibt es zwar ein, zwei Supermärkte, aber dort ist die Milch sehr teuer und aus Kenia importiert.

Nun sind meine ersten Tage in Bukoba vorbei und ich freue mich sehr, was mich in meinem Jahr alles erwartet.

Wenn ihr irgendwelche Fragen habt oder etwas genauer wissen wollt, meldet euch einfach bei mir.

Meine EmailAdresse: paulchenwege@web.de

Liebe Grüße aus dem regnerischen Bukoba

Euer Paul